Jonathans Lied

Original lyrics & tune Zander Nyrond

Translation Silke Kovàr

 

 

Ich hab's getan, bekämpft das Böse.

Wo ist mein Lohn, der Liebsten Herz?

Ich glaubte noch an Kindermärchen.

Ich wusste nicht, dass unser Märchen

schon aus war und ihr Herz bei ihm und seinem Kuss.

Was ich ihr gab, bedeutet ihr nichts mehr,

denn ich bin sterblich, und das ist niemals genug.

 

Ich spiele nun den treuen Gatten

und gebe vor, mein Los sei auch mein Glück.

Die Ehefrau spielt sie vollendet,

zu sehr vielleicht. Tief drin verrotten wir.

Mein Fleisch, mein Blut erfüllen sie mit Abscheu,

und ihre Lust erfüllt mein Herz mit Furcht,

denn ich bin sterblich, das ist ganz sicher nie genug.

 

 

Gleich nach dem Tod des Monsters sei es, so haben wir gedacht,

vorbei für immer, ihm bliebe nur die tiefe Nacht.

Wie konnten wir es ahnen? Wir wussten nichts von seiner Macht.

Über das Grab hinaus hat er Bedrohung uns gebracht.

Den Wahnsinn konnten wir nicht heilen, nicht im Kampf, nicht in der Schlacht,

die Spuren sind nun unsichtbar, die, die er schuf, in Bann und Acht.

Trotz aller Kreuze, allen Knoblauchs ist er es, der als letzter lacht,

ich bin nicht frei, nicht frei von ihm.

 

 

Und in der Nacht sind wir zusammen,

doch sagen nichts, vereinigen uns still.

Sie rührt sich kaum, und ihre Augen

sind matt und leer. Sie träumt, genau wie ich.

Sie ruft nach ihm, ich sehne mich nach ihnen,

die er mir lieh, Gespielinnen in Blut,

denn sie ist sterblich, das ist ganz sicher nie genug.

 

 

So leben wir allein das ganze Leben,

und unser Glück, wir haben es zerstört,

denn wir sind sterblich, das ist ganz sicher nie genug.

Wir sind nur sterblich, wie wäre das denn je genug?

 

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